
Genogramm einer Familie
mit einem Sohn
In ihrem Buch "Genogramme in der Familienberatung" - dem Standardwerk zum Thema, aus dem auch das obige Zitat entnommen ist - beschreiben MacGoldrick/Gerson die Symbolik und Interpretation von Genogrammen.
Männliche Personen werden traditioneller Weise durch ein Quadrat, weibliche durch einen Kreis repräsentiert. Die Beziehungen der Personen (Partnerschaftsbeziehungen und Eltern-Kind-Beziehungen) werden durch Linien dargestellt. Weiterhin ist es üblich, den sogenannten "Indexpatienten" mit einem Doppelrahmen zu versehen und verstorbene Personen mit einem diagonalen Kreuz zu kennzeichnen. Auch zur Darstellung von Schwangerschaften, Fehl- oder Todgeburten, Abtreibungen und Zwillingen gibt es eigene Symbole, die an dieser Stelle allerdings nicht gesondert aufgeführt sind.
Ergänzend zur symbolischen Repräsentation der Familienstruktur werden Daten über die Personen gesammelt und notiert. Auf der Grundlage all dieser Informationen über die Familie können schliesslich Hypothesen zu bestimmten Frage- bzw. Problemstellungen, insbesondere den "Indexpatienten" betreffend, gestellt werden.
Auf der Links-Seite sind Querverweise zu einführenden Aufsätzen, die sich mit dem Thema "Genogramme" beschäftigen, aufgeführt, bei denen zum einen die Symbolik eingehender erklärt wird und zum anderen die verschiedenen Ansätze der Interpretation von Genogrammen deutlich werden.